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Audi Abgasskandal - Abgasskandal betrifft bis Anfang 2018 verkaufte Audi-Euro 6-Diesel und Euro 6-Diesel von Porsche und VW

Audi als die wahre Keimzelle des Abgasskandals? Diese bisweilen geäußerte Vermutung erhält durch neue Presseberichte eine neue Grundlage. Am 30.06.2019 berichtete die Tagesschau, dass Recherchen des Bayrischen Rundfunks und des Handelsblatts ergeben hätten, dass Audi früher als bislang öffentlich bekannt in Abgastricksereien verstrickt sei. Bereits im Jahr 2003 soll ein Ingolstädter Ingenieur eine launige Abwandlung des Goethe-Gedichts „Der Erlkönig“ über vor den Behörden verborgene defeat device (unzulässige Abschalteinrichtungen) verfasst haben. Zudem sollen in den V6- und V8-Motoren in 3.0 TDI- und 4.2 TDI-Modellen der Marken Porsche, Audi und VW mit Euro 6-Einstufung mehr Abschalteinrichtungen verbaut sein, als dies bislang öffentlich bekannt war. Es soll nicht nur eine, sondern gleich vier Manipulationen, die das KBA bei den „großen“ Dieselmotoren beanstandete. 

Wenn dies stimmt, dann wirft das Gedicht ein neues, brisantes Licht auf die Botschaft, dass Audi-Diesel sauber seien. Die Audi-Motoren werden auch in Porsche- und VW-Modellen eingebaut. Der VW-Konzern hatte nach dem Bekanntwerden des VW-Abgasskandal beteuert, dass die aktuellen Dieselmodelle mit AdBlue-Einspritzung tatsächlich sauber seien. Später wurde immer deutlicher, dass das diese Anpreisung anscheinend nicht damit gleichgesetzt werden kann, dass diese Fahrzeuge nicht unzulässig manipuliert wurden. Verkaufsstopps, freiwillige“ Softwareupdates und Zwangsrückrufe bei verschiedenen Modellen sprechen eine deutliche Sprache.

Dass in diesen Dieselmotoren nicht „nur“ eine, sondern gleich mehrere unzulässige Abschalteinrichtungen, verbaut ist, wird in entsprechenden von der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer geführten Gerichtsverfahren bereits seit längerem diskutiert. Es wurde auch Ansprüche für Macan-, Cayenne- und A4-, A4 Avant-, A5-, A5 Cabrio-, A5 Sportback-, A6-, A6 Avant-, A6 Allroad-, A7-, A7 Sportback-, A8-, A8 Avant-, Q3-, Q5-, SQ5, Q7-, Toureg- und Phaeton-Käufern geltend gemacht. Die aktuell etwa 1.300 von der Kanzlei bearbeiteten Fälle betreffen nicht nur Euro 6-Fahrzeuge, sondern auch Euro 4- und Euro 5-Modelle. Auch für die Käufer dieser etwas älteren Modelle wurden bereits Klagen erhoben (die Verfahren laufen derzeit noch).

Probleme bei Stickoxidausstoß selbst nach Update?

Den besonderen Unmut vieler betroffener Autokäufer ziehen die Autobauer dann auf sich, wenn das als Problemlösung angepriesene Softwareupdates sich als Quelle neuer Probleme entpuppt. Etliche Mandanten berichteten, von erhöhtem Kraftstoffverbrauch, zugesetzten Partikelfiltern, stark verringerter Leistungsfähigkeit und weiteren Nachteilen nach der Updateinstallation. Solche ungewünschten, teilweise sehr drastischen Veränderungen sind für etliche Betroffen der Anlass, eine Klage bei Gericht einreichen zu lassen.

Die Skepsis gegenüber der scheinbar einfachen Lösung durch neue Software wird durch eine aktuell veröffentlichte Studie der DUH (Deutsche Umwelthilfe) weiter vertieft. Deren Test sollen ergeben haben, dass selbst upgedatete 3.0 TDI- die Grenzwerte für den Stickoxidausstoß im Realbetrieb teilweise erheblich überschritten haben. Getestet wurde u.a. ein Euro 6-Porsche Cayenne mit Update und ein Euro 6-Audi SQ5. Beide Fahrzeuge verstießen im realen Fahrbetrieb gegen die NOx-Grenzwerte. Das Porsche-SUV stieß zusätzlich noch erheblich mehr CO2 aus als angegeben. Der Umstand, dass das Update das Problem des im Normalbetrieb überhöhten Stickoxidaustoßes bei Euro 6-Fahrzeugen wohl nicht lösen konnte, ist beunruhigend – denn diese Fahrzeuge sollten eigentlich deutlich (fahr)praxisnäher getestet werden als dies bei Euro 4- und Euro 5-Fahrzeugen der Fall war. Zudem haben der Bundesgerichtshof und der Europäische Gerichtshof in vergangenen halben Jahr in verschiedenen Entscheidungen sehr deutlich durchblicken lassen, dass die Vorschriften zu Abgasgrenzwerten eher eng auszulegen sind. Die industriefreundliche, eher laxe Auslegung der Vergangenheit dürfte damit passé sein. Welche Folgen dieser Wandel in der Rechtsprechung für die betroffenen Kunden haben wird, lässt sich noch nicht abschließend überblicken.

Wir möchten aber klarstellen, dass betroffene Autofahrer auch ohne ein „nicht ganz gelungenes“ Softwareupdate klagen können. Der Verkauf eines unzulässigerweise manipulierten Autos stellt einen Mangel und auch ein Delikt dar, weswegen bereits zahlreichen Klagen gegen die Verkäufer (soweit noch möglich) oder die Hersteller Porsche, Audi bzw. Volkswagen gerichtet wurden. Denn Delikte lassen sich nicht einfach wegreparieren – erst recht nicht durch Softwareupdates, die das Grundproblem wohl nicht lösen können.

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat bereits zahlreiche Gerichtsurteile gegen die Audi AG und gegen Porsche gegen 3 l Fahrzeugen erstritten. Geschädigte haben sehr gute Aussichten Schadensersatz zu erhalten.