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Daimler Rückruf Dieselskandal - gute Chancen auf Schadensersatz bei Mercedes, Landgericht verurteilt Daimler

Im Abgasskandal erhielten Besitzer eines Mercedes Benz vor kurzem ein Schreiben, dass Sie sich mit Ihrem Fahrzeug zu einer Werkstatt begeben sollen, um im Rahmen der freiwilligen Kundenmaßnahme ein Software Update auf das Fahrzeug aufspielen zu lassen. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5. Viele Geschädigte stellen sich die Frage, ob sie dieses Update aufspielen lassen müssen/sollen oder ob sie andere Möglichkeiten haben, sich des Fahrzeugs zu entledigen und dadurch Fahrverbote zu umgehen, ohne massive Verluste hinnehmen zu müssen.

Update nicht aufspielen lassen!

Ein Software Update kann dazu führen, dass sich die Werte des Fahrzeugs negativ verändern. Die Daimler AG weist in ihrem Schreiben zwar daraufhin, dass es nicht zur relevanten Veränderungen bekomme. Stellt sich hier jedoch die Frage, was Daimler mit relevant meint. Was meint die Daimler AG damit? Kommt es zu Veränderungen? Möglicherweise sind solche für den einzelnen Verbraucher relevant, jedoch nicht für die Daimler AG. In jedem Fall sollten die Geschädigten nicht das Risiko des Updates eingehen, sondern sich beraten lassen.

Erfolgreiche Klagen, Gerichte auf Seiten der Verbraucher

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist eine der führenden Kanzleien im Abgasskandal und hat bereits mehr als 10.000 Gerichtsverfahren eingeleitet und mehr als 1000 Urteile zugunsten der Verbraucher erstritten. Auch gegen die Daimler AG wurden bereits zahlreiche Klagen eingereicht. Das Landgericht Stuttgart hat erst kürzlich in 3 Verfahren Urteile gegen die Daimler AG erlassen. In allen 3 Verfahren ging es um Euro 5 Fahrzeuge, die noch nicht einmal einen Zwangsrückruf durch das KBA unterliegen. Das Landgericht Stuttgart geht davon aus, dass die Fahrzeuge durch ein Thermofenster manipuliert sind. Weiterhin nimmt das Landgericht Stuttgart an, dass eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung vorliegt und der Vorstand davon gewusst haben muss. Deshalb ist die Daimler AG zu Schadensersatz verurteilt worden. Sie muss den Kaufpreis des Fahrzeugs abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstatten. Auch das Landgericht Karlsruhe und Hanau haben die Daimler AG bereits zu Schadensersatz verurteilt. Im Abgasskandal hat sich auch der Bundesgerichtshof auf die Seiten der Geschädigten gestellt und in einem Beschluss mitgeteilt, dass ein manipuliertes Fahrzeug einem Sachmangel unterliegt. Verschiedene Oberlandesgerichte wie beispielsweise die Oberlandesgerichte Köln, Karlsruhe und Oldenburg stehen ebenfalls auf der Seite der Geschädigten.

Jetzt handeln und Klage einreichen

Rechtsanwalt Dr. Ralf Stoll der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH teilt mit: „Die Chancen für Geschädigte des Abgasskandals, Schadensersatz zu erhalten, sind außerordentlich gut. Verschiedene Gerichte stehen auf Seiten der Geschädigten. Gerade die Urteile aus Stuttgart zeigen deutlich, dass es sich lohnt zu klagen. Der Wertverlust bei den Fahrzeugen ist meist sehr viel höher als der Abzug der Nutzungsentschädigung. Geschädigten ist daher zu raten, eine Klage gegen die Daimler AG einzureichen.“