23. Dezember 2016

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH macht für einen Käufer eines Porsche Macan S Diesel aufgrund des Diesel-Abgasskandals Schadensersatzansprüche sowie Gewährleistungsansprüche gegenüber einem Porschezentrum sowie gegenüber Porsche geltend.

Nachdem bekannt wurde, dass die Volkswagen AG zahlreiche Dieselfahrzeuge mit dem Motor EA189 des Konzerns mit einer Software ausgestattet hatte, die den Schadstoffausstoß auf dem Rollenprüfstand optimiert, kam die Frage auf, ob nicht auch andere Modelle davon betroffen sind. Der Verkehrsminister Dobrindt ließ daraufhin Untersuchungen vornehmen. Diese Untersuchungen ergaben bei zahlreichen getesteten Wagen verschiedener Hersteller Zweifel, ob eine herunterregelnde Abgasreinigung bei niedrigen Temperaturen mit dem Schutz des Motors zu begründen ist. Insgesamt sollen 630.000 Fahrzeuge betroffen sein. Es wurde eine sogenannte Serviceaktion durch die Hersteller angekündigt. Dabei heißt es bei Porsche, dass im Rahmen eines freiwilligen Rückrufs eine neue Programmierung des Motorsteuergeräts erfolgt, mit der das Abgasverhalten bei niedrigen Temperaturen optimiert werde.

Zwischenzeitlich ist diese Serviceaktion bei Porsche angelaufen. Mandanten der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH haben kurz vor Weihnachten ein Schreiben der Porsche Deutschland GmbH erhalten, in dem diese gebeten werden, das Fahrzeug mit einem Softwareupdate versehen zu lassen. Betroffen ist der Porsche MACAN S Diesel. Dieses Update wollen die Mandanten nicht aufspielen lassen, sondern sich dagegen zur Wehr setzen, weil sie Nachteile durch das Update befürchten. Sie vermuten insbesondere, dass auch Ihr Fahrzeug von dem VW Abgasskandal betroffen ist. Deshalb werden die Besitzer des Porsche MACAN S Diesel ihre Gewährleistungsrechte bei dem Porsche Zentrum geltend machen und das Fahrzeug zurückgegeben. Außerdem werden gegenüber Porsche Schadensersatzansprüche geltend gemacht.

Eigentümern eines betroffenen Porsche Modells ist zu empfehlen, das Update nicht einfach aufspielen zu lassen, um mögliche Nachteile zu vermeiden. Vielmehr sollten sich Geschädigte über ihre Rechte informieren und mögliche Schadensersatzansprüche durchsetzen lassen.

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vertritt und berät im VW Abgasskandal mehr als 30.000 Geschädigte und hat gegenüber Händlern und VW bereits mehr als 1.000 Klagen bundesweit bei verschiedenen Landgerichten erhoben. Es sind zwischenzeitlich zahlreiche Urteile zugunsten der Geschädigten ergangen.