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Porsche: Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen möglicher Dieselmanipulationen gegen Porsche-Mitarbeiter

Es ist ein schwerwiegender Vorwurf: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nun wegen Abgasmanipulationen auch gegen Porsche-Mitarbeiter. Es bestehe der Anfangsverdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung, wird in einer Pressemitteilung der Behörde mitgeteilt.

Die Dieselmotoren des Sportwagenbauers sind in den Verdacht geraten, ebenfalls die Abgaswerte zu manipulieren. In verschiedenen Medien (z. B. Focus Online oder auch der Ostseezeitung) wurde im Juni 2016 berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen habe, den Porsche Cayenne auf unzulässige Abschalteinrichtungen zu untersuchen. Der Spiegel wies sogar auf Untersuchungen hin, dass der Schadstoffausstoß des V6 TDI erheblich über den relevanten Grenzwerten liege. Damit geht es um ähnliche Vorwürfe wie im VW-Abgasskandal. Dort ordnete das Kraftfahrtbundesamt ein Softwareupdate von Millionen Dieselfahrzeugen an. Wegen einer Softwaremanipulation waren auf dem Prüfstand Abgasreinigungsmaßnahmen aktiv, die auf dem Papier gute Abgaswerte ergaben – im tatsächlichen Verkehr war jedoch ein anderer Softwaremodus aktiv, bei dem die Abgasreinigung weniger effizient als auf den Prüfstand war.

Ein ähnlicher Manipulationsverdacht könnte der Hintergrund der nun publik gewordenen Ermittlungen der Stuttgarter Strafverfolger sein. In der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft vom 10.07.2017 heißt es, dass wegen möglicher Manipulationen der Abgasnachbehandlung an Diesel-PKW der Porsche AG ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. Das Verfahren richte sich gegen unbekannte Mitarbeiter des Zuffenhausener Autobauers und eines US-Tochterunternehmens.

Wegen derselben Vorwürfe läuft auch ein Ermittlungsverfahren gegen verantwortliche Mitarbeiter die Volkswagen AG. Dort waren zuletzt die Ermittlungen auf weitere Verdächtige ausgedehnt worden – u.a. auf den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Winterkorn.

In den beiden Verfahren müssen die beiden Staatsanwaltschaften nun feststellen, ob der Verdacht sich weiter erhärtet. Sollte dies der Fall sein, dann können die Ermittlungen in Anklagen vor Gericht münden. Derzeit laufen jedoch „erst“ die Ermittlungen. Das bedeutet, dass ein konkreter, aber noch nicht bestätigter Verdacht einer widerrechtlichen Tat im Raum steht. Eine Ermittlung ist nicht mit einer Verurteilung gleichzusetzen; es muss sich erst noch erweisen, ob sich die Vorwürfe bestätigen lassen und zu einer Anklage führen. Letzerer Schritt ist aber weder im VW- noch in den Porsche-Ermittlungen erfolgt.

Was bedeuten die Ermittlungen für Fahrer von Porsche Dieseln?

Direkte Auswirkungen haben die Ermittlungen für die Cayenne-Fahrer noch nicht. Da allerdings konkrete Vorwürfe im Raum stehen, die stark an den VW-Abgasskandal erinnern. Immerhin startete Porsche Ende 2016 eine Rückrufaktion für Macan S-Diesel wegen einer "Optimierung" des Abgasverhaltens bei niedrigen Umgebungstemperaturen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, die bereits mehrere tausend Gerichtsverfahren wegen des VW-Abgasskandals führt, betreut auch einige Dutzend Porsche Macan S-Fahrer die sich wegen der Ende 2016 gestarteten Rückrufaktion an die Kanzlei gewandt haben.