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VW Pressekonferenz - die wichtigste Frage wieder nicht beantwortet, Vorsicht vor dem Rückruf!

Am 10.12.15 fand eine ausführliche Pressekonferenz der Volkswagen AG statt. Dabei informierten der Vorstandsvorsitzende Müller sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG über die aktuelle Situation bei den Skandalen. So stellte sich heraus, dass der CO²-Skandal nicht so schlimm ist, wie zunächst befürchtet. Es sollen lediglich 36.000 PKW statt der geschätzten 800.000 PKW betroffen sein.

Dieser CO²-Skandal hat jedoch nichts mit dem Abgas-Skandal zu tun. Dort sind weiterhin die ca. 2,4 Millionen PKW betroffen. Der Vorstandsvorsitzende Müller hebt in seiner Rede hervor, dass der Volkswagen-Konzern bemüht sei, alle seine Kunden transparent über alle Fragen zu informieren. Außerdem wolle der Volkswagen-Konzern alles tun, um das Vertrauen seiner Kunden zurück zu gewinnen. Der Vorstandsvorsitzende Müller informierte dann über die weitere Vorgehensweise. Der Rückruf beginnt im Januar mit den 2,0-Liter Motoren. Hier soll ein Software-Update durchgeführt werden. Im zweiten Quartal, also ab April 2016, soll dann der Rückruf der 1,2-Liter-Modelle beginnen. Auch hier soll lediglich ein Softwareupdate notwendig sein. Im dritten Quartal, also ab September 2016, soll dann auch der Rückruf der 1,6-Liter-Modelle beginnen, bei denen nicht nur ein Softwareupdate, sondern der Einbau eines Teils notwendig sein wird.

ACHTUNG: die zentrale Frage lässt VW offen!

In dieser ausführlichen Pressekonferenz hat der Vorstandsvorsitzende jedoch nichts Neues mitgeteilt. Obwohl der Volkswagen-Konzern mitteilt, dass man alle Kunden transparent informieren möchte, gibt es weiterhin keinerlei Informationen dazu, welche Folgen die Nachbesserung haben wird. Ein Professor des Karlsruher Instituts für Technologie teilte in der Autobild am 04.12.2015 mit, dass er nicht nachvollziehen könne, was der Einbau eines Teils bei den 1,6-Liter-Motoren bringen soll. Er erkenne den Zusammenhang zwischen dem Abgasausstoß und dem Einbau dieses Teils nicht. Außerdem teilte der Experte mit, dass es bei geänderter Software zur Verminderung der Stickoxidemissionen zu einer vermehrten Rußbildung kommen werde. Als Folge komme es zu einem erhöhten Spritverbrauch und zu einer häufigeren Notwendigkeit des Wechsels des Partikelfilters. Auch andere Experten gehen davon aus, dass es zu einem Mehrverbrauch von Sprit und zu einer Minderleistung kommt. Welche weiteren Folgen entstehen können, ist unklar.

Obwohl genau dies die Kunden von VW brennend interessiert, informiert Volkswagen darüber nicht. Wo ist hier also die versprochene Transparenz, wenn eine der wichtigsten Fragen nicht beantwortet wird?

Sollte sich tatsächlich heraus stellen, dass die Nachbesserung Folgen auf den Verbrauch, auf die Leistung und generell auf den Motor haben wird, kann die Nachbesserung nicht einfach akzeptiert werden, ohne dass Volkswagen eine weitere Garantie übernimmt. Der Volkswagen AG dürfte bekannt sein, dass dies eine brennende Frage für die Kunden ist, die auch häufig gestellt wurde. VW informiert darüber dennoch nicht, obwohl ausdrücklich ein transparentes Vorgehen zugesagt wurde. Es stellt sich die Frage, warum VW öffentlich im Fernsehen auf einer Pressekonferenz zusagt, über alle Fragen transparent zu informieren und genau die wichtigste Frage offen lässt: Welche Folge wird die Nachbesserung haben?

Wenn die Nachbesserung keine Folgen nach sich ziehen würde, wäre der Volkswagen-Konzern wohl die erste Person, die umgehend die Öffentlichkeit darüber informieren würde, da dies positiv für den Konzern wäre. Wenn nun keine Information erfolgt, darf vermutet werden, dass auch der Volkswagen-Konzern von negativen Folgen der Nachbesserung ausgeht.

Geschädigten ist daher dringend zu empfehlen, die Nachbesserung nicht ohne eine Garantieeinforderung hinzunehmen. Vielmehr sollten Geschädigte ihre Ansprüche sichern, bevor in einigen Jahren Spätschäden auftreten, auf denen die Geschädigten dann sitzen bleiben.