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VW-Skandal- Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilt Händler, obwohl der Geschädigte das Fahrzeug bereits verkauft hat

In einem von der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH geführten Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth, 9 O 2367/17 hat das Landgericht mit Urteil vom 08.05.2018 einen Händler zur Rücknahme eines manipulierten Fahrzeugs verurteilt.

Das Landgericht sieht in der Manipulation einen Mangel, der zum Rücktritt berechtigt. Die Nachbesserung ist unzumutbar und damit war keine Frist zu setzen. Außerdem ist der Mangel erheblich. Dem Kläger steht damit ein Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung gegen Rückgabe des Fahrzeugs zu. Der Geschädigte hatte das Fahrzeug zuvor verkauft. Er kann daher das Fahrzeug nicht mehr zurückgeben. Das Landgericht urteilte deshalb, dass der Kläger statt der Rückgabe des Fahrzeugs sich den Kaufpreis aus dem Verkauf anrechnen lassen muss.

Das Urteil zeigt somit deutlich, dass auch Geschädigte, die ihr Fahrzeug bereits verkauft haben, Ansprüche geltend machen können.

Es handelt sich damit um ein weiteres Urteil, welches die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH erstritten hat. Die Kanzlei hat zwischenzeitlich mehrere hundert Urteile gegen Händler und VW erstritten. Sie ist damit eine der erfolgreichsten Kanzleien im Abgasskandal. Immer mehr Gerichte geben den Geschädigten Recht.