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VW Skandal - Verbraucherschutzanwälte schließen sich gegen VW zum "Fachkreis Abgasskandal" zusammen und beraten mehr als 20.000 Geschädigte

Im VW Abgasskandal führende Rechtsanwaltskanzleien haben sich am Donnerstag zu dem "Fachkreis Abgasskandal" zusammengeschlossen. Die Anwaltskanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH sowie 8 weitere Kanzleien beraten und vertreten mehr als 20.000 Geschädigte des VW Abgasskandals. Durch den Verbund hochspezialisierter Kanzleien wird die Fachkompetenz und Erfahrung gebündelt.

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer ist dabei führend und vertritt und berät ca. 15.000 Geschädigte im VW Skandal.

Am Donnerstag trat das Gremium erstmals zusammen. Nach über 5-stündiger Beratung und Besprechung aller in Frage kommender juristischer Gesichtspunkte, kam der Fachkreis Abgasskandal am Donnerstag zu dem eindeutigen Ergebnis, dass der Anspruch auf Rückgabe betroffener Fahrzeuge durch die Geschädigten Aussicht auf Erfolg hat. Gleiches gilt für Ansprüche auf Neulieferung und Schadensersatz/Minderung. Die bestehenden Erfolgsaussichten wurden außerdem von unabhängigen Schiedsgutachtern bestätigt. Die Ansicht des Richters in Bochum sei so nicht haltbar, wobei der Richter selbst bestätigte, dass der Fall auch anders gesehen werden kann.

Danach soll VW, wie die Medien berichten, die Manipulations-Software Anfang 2015 noch einmal angepasst haben, weil die bis dahin verwendete Software zu häufig im Normalbetrieb in den gesetzeskonformen Umweltmodus schaltete. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bestätigte dies. Dies habe zu einer starken Verrußung der Abgasrückführungsbauteile, als auch des Dieselpartikelfilters geführt. Da die Lebensdauer des Dieselpartikelfilters vom Umfang der Verrußung abhängt, ist mit einem früheren Ausfall zu rechnen. Der Ersatz eines Dieselpartikelfilters kostet bis zu 3000 EUR, die Rußentfernung an den sonstigen Bauteilen bis zu 1.000 EUR. Auch die nunmehr im Rahmen des Rückrufs aufzuspielende Software wird nach eigenen Angaben von VW mit einer Erhöhung der Rußpartikelbildung einhergehen. Hinzu kommt die bereits beim VW Amarok von der Zeitschrift Auto Motor und Sport festgestellte Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs. Ein Besitzer des Amarok berichtete dem Fachkreis über massive Probleme nach dem Update.

Neben der Unzumutbarkeit der Nachbesserung, gibt es aber noch eine Vielzahl weiterer rechtlicher Aspekte, die für das Recht auf Rückabwicklung sprechen. Der Fachkreis Abgasskandal rät daher allen betroffenen Kunden umgehend zur Rückabwicklung des Kaufvertrages bzw. dazu, einen mangelfreien, vertragsgemäßen Neuwagen zu verlangen. Keinesfalls sollte die neue Software vorbehaltlos akzeptiert werden, da ansonsten der Verlust aller Ansprüche droht. Gerade hierzu drängt VW die Kunden aber.