Kreditverträge mit Banken
jetzt widerrufbar

Anmeldung zum Newsletter „Widerruf“

Aktuell informiert:  ✔ schnell ✔ sicher ✔ kostenlos

Widerruf von Autokrediten

Unglaublich, aber wahr! Beinahe alle Banken haben ihre Kunden mangelhaft über ihre Rechte beim Abschluss von Kreditverträgen aufgeklärt. Der Europäische Gerichtshof hat am 26. März 2020 eine sensationelle Entscheidung zugunsten der Verbraucher gefällt.

Widerrufsjoker: Raus aus dem Autokredit – und sogar raus aus dem Diesel-Abgasskandal

Haben Sie ein Auto, das durch den Diesel-Abgasskandal im Wert gemindert ist und durch einen Autokredit finanziert wird? Oder haben Sie eine langfristige Autofinanzierung mit viel zu hohen Zinsen abgeschlossen? Wenn Sie Ihr Fahrzeug ohne größere finanzielle Einbußen loswerden möchten, haben Sie jetzt mit dem sogenannten Widerrufsjoker eine sensationelle Möglichkeit an die Hand bekommen. Sie haben gute Chancen, dass Sie Ihre Anzahlung und den Tilgungsanteil an den Ratenzahlungen zurückerhalten. Zum Schluss muss die Bank das Fahrzeug wieder zurücknehmen – und Sie sind das wertgeminderte Auto wieder losgeworden. Wir helfen Ihnen mit unserem Know-how dabei, den Diesel-Abgasskandal hinter sich zu lassen oder einfach günstig aus einer für Sie unpassenden Auto-Finanzierung auszusteigen.

Wie funktioniert der Widerrufsjoker?

  • Der Europäische Gerichtshof hat mit seiner Entscheidung vom 26. März 2020 Millionen von Widerrufsbelehrungen in Kreditverträgen für fehlerhaft erklärt. Die Richter kritisierten Formulierungen als zu kompliziert und undurchsichtig für die Verbraucher.
  • Ganz wichtig: Es sind viele Verbraucherkredite betroffen – also auch Fahrzeugfinanzierungen und Leasingverträge.
  • Verbraucher können jetzt problemlos ihren Autokredit und ihren privaten Leasingvertrag sowie viele andere Verbraucherkreditverträge noch Jahre nach dem Abschluss widerrufen.
  • Der Widerrufsjoker gilt bei Autokrediten für alle Fahrzeuge – egal, ob es sich um Diesel-, Benzin oder Elektroautos handelt.
  • Es besteht nach dem Widerruf die Möglichkeit, Anzahlung und Tilgungsanteil an den Raten komplett zurückzufordern.
  • Im Gegenzug wird beim Autokredit das Fahrzeug an die Bank zurückgegeben. Mit dem sogenannten „Widerrufsjoker“ können Sie Ihr im Diesel-Abgasskandal wertgemindertes Fahrzeug loswerden.

 

 

Was rät Ihnen die Verbraucher-Kanzlei Dr. Stoll & Sauer

Die Lage nach dem EuGH-Urteil ist eindeutig: Die Verbraucher sind klar im Vorteil.

  • Die Widerrufsbelehrung der Bank muss überprüft werden.
  • Der kostenlose Online-Check unserer erfahrenen Kanzlei verschafft Ihnen Sicherheit, wie Ihre Chancen stehen, aus dem Autokredit herauszukommen.
  • Deshalb nicht blind auf eigene Faust widerrufen.
  • Nutzen Sie das Know-how unserer Experten.
  • Wir prüfen für Sie, ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Deckung für Ihren Fall übernimmt.

Zum Schluss entscheiden Sie alleine, ob Sie unser Mandant werden und wir Ihnen dabei helfen, Ihre Rechte durchzusetzen.

Fragen & Antworten zum Widerruf von Autokrediten

Die Erfahrung von Stiftung Warentest selbst bei eindeutig fehler­haften Verträgen gilt nach wie vor: Banken lassen Kunden abblitzen, wenn diese selbst ihren Vertrag widerrufen wollen. Ohne Rechts­anwalt und Gericht geht gar nichts. Mit einer Verkehrsrechtsschutzversicherung können Betroffene selbst einen Rechts­anwalt einschalten, ohne Gerichts­kosten und Anwalts­honorare bezahlen zu müssen.

Es ist nicht nur die VW-Bank und deren Tochterunternehmen Skoda-, Audi- und Seat-Bank, die von dem EuGH-Urteil betroffen sind. Beinahe alle anderen Autobanken haben fehlerhafte Belehrungen in ihren Verträgen. Die Verträge müssen genau unter die Lupe genommen werden, ob die Formulierungen rechtswidrig sind.

Natürlich nicht. Der Joker lässt sich auf alle Verbraucherverträgen anwenden. Er gilt auch beispielsweise für Hypothekendarlehen. Für Diesel-Besitzer ist er besonders lukrativ. Erstens lässt sich damit ein durch den Diesel-Abgasskandal wertgemindertes Fahrzeug elegant und kostengünstig entsorgen. Zweitens können ebenso Dieselfahrzeuge, die von einem Dieselfahrverbot bedroht sind, den für den Skandal Verantwortlichen vor die Tür gestellt werden. Da die Rückabwicklungskonditionen sehr günstig sind, ist der Joker natürlich auch für Benziner anwendbar.

Die Bank ist verpflichtet, dem Kreditnehmer und Käufer alle geleisteten Zahlungen zu erstatten. Das sind der monatliche Tilgungsanteil an den Ratenzahlungen und die an das Autohaus geleistete Anzahlung. Die finanzierende Bank hat nach herrschender Rechtsmeinung nur Anspruch auf den in den monatlichen Raten enthaltenen Zinsanteil. Bei den niedrigen Zinssätzen halten sich daher die Kosten in Grenzen.

Das ist eine der spannendsten Fragen in der Thematik. Stiftung Warentest vertritt die Ansicht, dass es wegen des Verstoßes der deutschen Regeln über die Informationen von Verbrauchern über das Widerrufs­recht bei Allgemein­krediten so gut wie sicher ist, dass die Auto­banken nach Widerruf des ab 13. Juni 2014 geschlossenen Auto­kredit­vertrags keine Nutzungs­entschädigung abziehen dürfen. Hintergrund: An dem Tag traten verbraucherfreundliche Gesetzes­änderungen in Kraft. Danach ist nicht mal mehr eine so genannte Nutzungs­entschädigung fällig, wenn der Kredit­vertrag fehler­haft ist. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer sieht das wie Stiftung Wartentest auch. Letztlich muss die Frage nach der Nutzungsentschädigung aber vor Gericht geklärt werden.

Jeder Verbraucher hat beim Abschluss eines privaten Kreditvertrags die Möglichkeit, diesen binnen 14 Tagen zu widerrufen, sprich vom Vertrag zurückzutreten. Über die Details dieses Widerrufs und wann die Frist zu laufen beginnt, muss der Kunde auf verständliche und prägnante Weise in den Widerrufsinformationen hingewiesen werden. Die meisten deutschen Kreditverträge ab Juni 2010 erfüllen diese Voraussetzungen nicht. Ein Verstoß gegen das europäische Gebot der „Klarheit und Prägnanz“, urteilten die Richter in Luxemburg. Damit ist klar, dass die 14-tägige Frist nicht zu laufen begonnen hat und Verträge heute noch widerrufen werden können. Das gilt für Verträge, die zwischen Juni 2010 und heute abgeschlossen wurden. Im Juni 2010 trat ein neues Widerrufsrecht in Kraft, das dem EuGH für sein Urteil zur Beurteilung vorlagen.

„Die Frist beginnt nach Abschluss des Vertrags, aber erst, nachdem der Darlehensnehmer alle Pflichtangaben nach § 492 Absatz 2 BGB (z.B. Angabe zur Art des Darlehens, Angabe zum Nettodarlehensbetrag, Angabe zur Vertragslaufzeit) erhalten hat.“
Die Richter in Luxemburg störten sich vor allem an der sogenannten Kaskadenverweisung. In den Widerrufsinformationen der Darlehensverträge wird für den Beginn der Widerrufsfrist auf "§ 492 Absatz 2" des Bürgerlichen Gesetzbuches verwiesen. Und dort wird wiederum auf andere Paragraphen verwiesen. Juristen nennen das einen Kaskadenverweis. Um das alles verstehen zu können, muss man schon über genaue juristische Kenntnisse verfügen. Der Verbraucher als juristischer Laie kann weder den Umfang seiner vertraglichen Verpflichtung bestimmen noch überprüfen. Genau so wenig kann er feststellen, ob der von ihm abgeschlossene Vertrag alle erforderlichen Angaben enthält. Damit weiß er nicht, ob die Widerrufsfrist für ihn zu laufen begonnen hat. Daher verstoße eine solche Formulierung gegen europäische Recht.

2012 nahm ein Verbraucher bei der Kreissparkasse Saarlouis einen Kredit über 100.000 Euro mit einem Sollzinssatz von 3,61 Prozent pro Jahr auf. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum 30. November 2021. Der Darlehensnehmer konnte innerhalb von 14 Tagen den Vertrag widerrufen. Die Frist sollte nach Abschluss des Vertrags zu laufen beginnen. Voraussetzung war jedoch, dass der Verbraucher alle Pflichtangaben zum Vertrag erhalten hat, wie sie eine Vorschrift des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuchs vorsieht. Das heißt: Die für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblichen Informationen standen nicht in dem Darlehensvertrag. Um an die Angaben zu kommen, hätte der Verbraucher das Bürgerliche Gesetzbuch zur Hand nehmen müssen. Und dort verwies der entsprechende Paragraph wieder auf andere Rechtsvorschriften. 2016 gerieten die Kreissparkasse und der Verbraucher in Streit. Der Verbraucher hatte vier Jahre nach Kreditabschluss den Vertrag widerrufen. Der Fall landete vor dem Landgericht Saarbrücken, und das fragte daraufhin den EuGH, ob der Verbraucher über die Widerrufsfrist korrekt informiert worden sei. Und so musste der EuGH erstmals über den Widerrufsjoker entscheiden.

Aus Sicht von Experten sind potenziell fast 20 Millionen Autokredit- und Leasing-Verträge mit einem Volumen von 340 Milliarden Euro vom aktuellen EuGH-Urteil betroffen. Die vom EuGH monierte Klausel findet sich in beinahe allen Verbraucherkreditverträgen, die seit Juni 2010 abgeschlossen worden. Verbraucherkreditverträge, stellte das Gericht klar, müssen die Modalitäten für die Berechnung der Widerrufsfrist in klarer und prägnanter Form angeben. Wie der Europäische Gerichtshof festhält, reicht es nicht aus, dass der Vertrag hinsichtlich der Pflichtangaben, deren Erteilung an den Verbraucher für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblich ist, auf eine nationale Vorschrift verweist, die selbst auf weitere nationale Rechtsvorschriften verweist (Az.: C-66/19).